Die Oberärztin der Diabetologie, Saskia Roop, läuft zügig über den Gang der Medizinischen Universität Lausitz-Carl Thiem (MUL-CT) in Cottbus.
Sie betritt mit ihrem Team das Dreibettzimmer, in dem ihre nächste Patientin schon wartet.
Gisela Sawinsky sitzt mit einer Decke über den Knien auf der Bettkante, sie ist seit mehreren Jahren an Diabetes-Typ-2 erkrankt und muss sich seit August viermal am Tag Insulin spritzen.
Die Diagnose sei schlimm gewesen, sagt sie, aber wenn man sich dran halte und mit den Spritzen umzugehen wisse, dann gehe das schon.
Dabei zeigt sich, dass die Stoffwechselerkrankung in den ostdeutschen Bundesländern, vor allem in den ländlichen Regionen, deutlich weiter verbrei…