Eine Wohnung, drei Zimmer, Vater, Mutter, Kind, zumindest auf den ersten Blick.
Dann die Ouvertüre von „Rienzi“, der Sextsprung des berühmten ersten Themas, der bekannteste, wunderschöne und, wenn man ehrlich ist, musikalisch einzig interessante Augenblick des ganzen Stücks.
Was folgt in dieser Ouvertüre, ist Pathos und Triumph, drastisch konterkariert von den Bildern, die uns die Regie sehen lässt: Das Kind hustet schwer und stirbt, laut Textbuch ist es Rienzis jüngerer Bruder.
Doch könnten nicht auch er und die Frau, es ist seine Schwester Irene, es gemeinsam gezeugt haben?
Inzest als Motiv wird später noch Karriere machen in der Welt von Richard Wagner.